Prävention
Um gezielt gegen Kriminalität im Internet vorzugehen, sind bereits verschiedene Präventionsmaßnahmen entwickelt worden. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes stellen im Internet unter www.polizei-beratung.de aktuelle und praktische Hinweise für Verbraucher und Anbieter ein.
Dazu gehören unter anderem die folgenden "Zehn goldenen Regeln" als Vorsichtsmaßnahmen beim E-Commerce:
- Informieren Sie sich als privater Teilnehmer am E-Commerce so gut es geht über Ihren Geschäftspartner, also z. B. den Verkäufer eines Artikels in einer Online-Auktion.
- Achten Sie bei gewerblichen Händlern auf die so genannte Anbietertransparenz und vergewissern Sie sich, dass beispielsweise Kriterien wie
auf den Seiten des Internet-Shops oder der Auktion leicht auffindbar sind. Ansonsten ist Misstrauen angebracht.
- Identität/Anschrift des Anbieters
- Garantie- und Gewährleistungsbedingungen
- Rückgabe- bzw. Widerrufsrecht
- Warenbeschreibung und Preis der Ware
- Zeitpunkt über das Zustandekommen des Vertrages
- Lieferbedingungen inklusive Versandkosten sowie
- Zahlungsmodalitäten
- Prüfen Sie insbesondere solche Angebote ganz genau, bei denen Sie in finanzielle Vorleistung treten müssen.
- Informieren Sie sich auf den Internet-Seiten von Verbraucherschutzverbänden, privaten Vereinen, speziellen Diskussionsforen und Computerzeitschriften oder auch dem Sicherheitsportal von eBay über mögliche Risiken.
- Achten Sie auf Ihr Rückgaberecht. Nach den Vorschriften für Fernabsatzverträge kann ein Kaufvertrag, der zwischen einem gewerblichen Händler mit einem Verbraucher geschlossen wurde, innerhalb von zwei Wochen widerrufen oder die Ware zurückgeben werden.
- Die Zwei-Wochen-Frist beginnt, nachdem dem Verbraucher die Belehrung über sein Widerrufsrecht zugegangen ist bzw. wenn er die Ware zu Hause erhalten hat, ansonsten verlängert sich die Frist auf sechs Monate.
- Achten Sie auf die Bezahlmöglichkeiten des Online-Geschäfts. Geben Sie der Zahlung per Rechnung, Überweisung oder Bankeinzug den Vorzug vor Kreditkartenzahlung oder Nachnahme.
- Informieren Sie sich über Zusatzkosten. Händler aus Nicht-EU-Ländern müssen nur mitteilen, dass Zusatzkosten wie Steuern oder Zoll anfallen können, aber nicht, wie hoch diese im Einzelfall sind.
- Achten Sie auf technische Sicherheit: Anbieter sollten eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen. Meist geschieht dies mit dem Verschlüsselungsverfahren "SSL". Erkenntlich ist dies an dem "s" hinter dem http:// in der Adresszeile des Browsers und weiteren visuellen Hinweisen, dass eine gesicherte Verbindung zu dem Anbieter besteht.
- Tritt trotz aller Bemühungen ein Schadensfall ein, zeigen Sie den Sachverhalt sofort bei der Polizei an!